Ab dem 19. Juni 2026 wird der „EU Widerrufsbutton“ Pflicht!!!
Ab dem 19. Juni 2026 wird es für viele B2C Onlineshops ernst: Der "EU Widerrufsbutton" wird verpflichtend. Die Idee dahinter ist eigentlich simpel und aus Verbrauchersicht ziemlich konsequent: Widerrufen soll künftig genauso leicht sein wie Kaufen. Also nicht mehr „E Mail schreiben, hoffen, warten, nachfragen“, sondern ein klarer digitaler Ablauf direkt über die Shop Oberfläche.
Wichtig ist dabei ein Punkt, den viele unterschätzen: Der Widerrufsbutton ist kein Deko Link. Es geht nicht darum, irgendwo „Widerruf“ hinzuschreiben. Es geht um einen Prozess, der technisch, rechtlich und organisatorisch sauber stehen muss. Sonst hast du zwar einen Button, aber keinen rechtssicheren Widerruf.
Wichtig ist dabei ein Punkt, den viele unterschätzen:
Der Widerrufsbutton ist kein Deko Link. Es geht nicht darum, irgendwo „Widerruf“ hinzuschreiben. Es geht um einen Prozess, der technisch, rechtlich und organisatorisch sauber stehen muss. Sonst hast du zwar einen Button, aber keinen rechtssicheren Widerruf.
Worum geht es konkret
Der Widerrufsbutton muss so umgesetzt sein, dass Kundinnen und Kunden ihren Widerruf innerhalb der Widerrufsfrist digital abgeben können. Dazu gehören typischerweise drei Dinge.
1️⃣ Klare Beschriftung. In vielen Leitfäden wird als Standardformulierung „Vertrag widerrufen“ genannt, weil es unmissverständlich ist.
2️⃣ Verfügbarkeit während der Widerrufsfrist. Das klingt banal, ist in der Praxis aber ein häufiger Fehler, weil Fristen je nach Ware, Lieferung, Teillieferungen oder Services sauber berechnet werden müssen.
3️⃣ Saubere Abfolge mit Bestätigung und Dokumentation. Nach dem Klick muss klar sein, was passiert. Die Erklärung muss nachvollziehbar eingehen, der Kunde braucht eine Bestätigung, und du brauchst intern eine Ablage, die im Zweifel nachweisbar ist.
⚠️ Und ja: In vielen Fällen bedeutet das auch, dass du Rechtstexte und Hinweise anpassen musst, weil der Shop plötzlich einen neuen offiziellen Widerrufsweg anbietet und das in Belehrungen, Prozessen und Kommunikationsbausteinen konsistent sein muss.
Der eigentliche Knackpunkt:
Gastbestellungen
Wenn du viele Gastbestellungen hast, wird es spannend. Einige Lösungen setzen den Button nur im Kundenkonto um. Das ist bequem, aber eben nur dann wirklich gut, wenn deine Kunden sich auch einloggen. Wenn ein großer Teil ohne Konto bestellt, brauchst du unbedingt einen Ablauf, der ohne Login funktioniert, zum Beispiel über Bestellnummer und E Mail Abgleich oder einen vergleichbaren, eindeutigen Identifikationsweg. Genau hier scheitern „halbfertige“ Umsetzungen am häufigsten.
DIE LÖSUNGEN:
Lösungen für Shopify
Bei Shopify ist der Weg ziemlich klar: Apps. Im App Store gibt es bereits Lösungen, die explizit den EU Widerrufsbutton inklusive Prozess abbilden, oft mit Formular, Gastbesteller Flow, Bestätigungsmail und interner Dokumentation.
Lösungen für Shopware 6
Bei Shopware läuft es derzeit nur über Erweiterungen. Es gibt Plugins, die den Button in der Bestellübersicht im Kundenkonto platzieren und ihn nur innerhalb der Widerrufsfrist anzeigen. Das ist eine solide Basis, aber du solltest genau prüfen, wie dein Shop mit Gastbestellungen umgeht, weil manche Setups Gastkunden nur indirekt abholen, zum Beispiel über Hinweise in der Bestellbestätigung.
Lösungen für JTL Shop 5
JTL ist hier besonders interessant, weil JTL selbst kommuniziert, dass die Widerrufsfunktion mit JTL Shop 5.7 kommen wird, geplant ist sie für März 2026.
Wenn Du nicht updaten kannst oder willst, gibt es parallel bereits Erweiterungen im JTL Extension Store, die den Button nachrüsten und teils ausdrücklich eine Nutzung ohne Kundenkonto anbieten.
Lösungen für WooCommerce
WooCommerce selbst liefert so etwas typischerweise nicht als „eine Checkbox und fertig“, deshalb läuft es auch hier über Erweiterungen. Mit Germanized sieht es grundsätzlich gut aus, weil die Entwickler angekündigt haben, rechtzeitig eine Lösung zu liefern. Wenn du aber schon heute planen musst, dann plane realistisch mit ein, dass du entweder auf das Germanized Update wartest oder vorübergehend eine Plugin Lösung nutzt.
Ein Plugin, das explizit auf die EU Richtlinie Bezug nimmt, ist Revoker for WooCommerce.
Lösungen für Prestashop
Bei PrestaShop ist das Muster ähnlich wie bei Shopify und WooCommerce: Die Umsetzung passiert realistisch über Module. Im offiziellen PrestaShop Addons Marketplace gibt es bereits ein Modul, das als EU konformer Widerrufsbutton vermarktet wird. Du findest das Plugin "EU konformer Widerrufsbutton" im PrestaShop Marketplace.
Was du jetzt tun solltest, damit Juni 2026 nicht stressig wird
Wenn du nur eine Sache aus diesem Thema mitnimmst, dann diese:
Warte nicht bis kurz vor dem 19. Juni 2026.
Der Button ist sichtbar, aber die Arbeit steckt dahinter. UX, Fristlogik, Gastbesteller, Bestätigungsmails, interne Ablage, Rechtstexte, Tests.
Das ist genau die Art von Aufgabe, die man sauber plant und dann entspannt umsetzt, statt sie im letzten Monat zwischen Tagesgeschäft und Shop Problemen irgendwie reinzuschieben.
Und noch ein Tipp aus der Praxis: Teste den Prozess so, wie echte Kunden ihn nutzen. Mobil, ohne Login, mit Gastbestellung, mit realistischen Bestellkonstellationen. Genau dort zeigen sich die Lücken.
Wenn du willst, unterstütze ich Dich dabei!
Wenn du einen WooCommerce Shop mit Germanized hast, einen Shopify Store, einen Shopware 6 Shop, einen JTL Shop 5 oder einen PrestaShop betreibst, unterstütze ich dich genau bei diesen Sachen:
- Shop Updates,
- rechtssichere Anpassungen,
- saubere Integration von Widerrufsbutton und Flow,
- Theme und Template Anpassungen,
- Performance, Fehlerbehebung und Support.
Du bekommst am Ende nicht nur „einen Button“, sondern einen Ablauf, der technisch sauber ist, für Kunden verständlich bleibt und dich nicht kurz vor dem Stichtag in Panik versetzt.























